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Helmut Richter
absolvierte nach dem mittleren Schulabschluss 1971 eine Ausbildung zum
Maschinenschlosser (heute: Industriemechaniker) und arbeitete
anschließend als
Facharbeiter in diesem Beruf. Während der Ausbildung erlernte er
autodidaktisch
das Gitarrenspiel. 1977 erlangte er die Allgemeine Hochschulreife. Er
studierte
Maschinenbau und Physik u. a. bei Gernot Born an der Universität
Duisburg
(heute: Universität Duisburg-Essen) und parallel dazu
Instrumentalpädagogik am
Robert-Schumann-Institut (heute: Robert Schumann Hochschule
Düsseldorf (RSH))
in Düsseldorf bei Maritta Kersting. Ab 1978 war er zusätzlich
Schüler und
Assistent von Siegfried Behrend. Im Jahr 1981 erzielte er beim
Regensburger
Gitarrenwettbewerb den ersten Preis in der höchsten Altersgruppe.
Im selben
Jahr legte er in München seine Prüfung zum staatl.
anerkannten Musikpädagogen
ab. Von 1977 bis 2008 war er nebenberuflicher Gitarrenlehrer an der
Musikschule
Oberhausen; zudem gab er bis zur Gegenwart zahlreiche Konzerte und
Rundfunkauftritte sowohl für Gitarre solo als auch in
kammermusikalischen
Besetzungen. Nach dem 1.
Staatsexamen im Lehramt für berufsbildende Schulen im Jahr 1983
absolvierte er
sein Referendariat in Wuppertal, das er im Jahr 1985 mit dem 2.
Staatsexamen
abschloss. Ab 1985 war er als Lehrer an der Werkberufsschule der
Gutehoffnungshütte (heute MAN-Turbo) in Oberhausen tätig,
nach deren Schließung
ab 1994 am Berufskolleg Stadtmitte der Stadt Mülheim an der Ruhr,
ab 2004 dort
als stellv. Schulleiter. Ab dem Jahr 2008 bis zu seiner
Pensionierung im
Jahr 2021 war er Schulleiter am Willy-Brandt-Berufskolleg in
Duisburg-Rheinhausen. In den Jahren 1995
bis 2000 übernahm er nebenamtlich den Lehrauftrag für
Fachdidaktik an der
Universität Duisburg, im Jahr 2001 wurde er im Fachbereich
(Berufs-)Pädagogik
an der Universität Karlsruhe (heute: Karlsruher Institut für
Technologie) bei
Klaus Jenewein und Antonius Lipsmeier zum Dr. phil. promoviert (mit
einer
Dissertation über Lernerfolgsüberprüfung im
handlungsorientierten Unterricht
der Berufsschule). Von 2012 bis 2017 absolvierte er ein Zusatzstudium
im
Fachbereich Psychologie an der Fernuniversität in Hagen. Seine
berufspädagogischen Arbeitsschwerpunkte liegen in der
Qualitätsentwicklung von
Schule und Unterricht sowie in der Gesundheitsfürsorge bzw.
Burnout-Prophylaxe
für Lehrkräfte durch Umsetzung der Salutogenese im
Leitungshandeln. Seit dem Jahr 2001
ist er ehrenamtlich Bundesgeschäftsführer der European Guitar
Teachers
Association (EGTA-D e.V.). Seine musikalischen Arbeitsschwerpunkte
sind die
Wiederbelebung der Gitarrenmusik der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts im
deutschsprachigen Raum sowie die Aufführung selten gespielter
Werke für die
Konzertgitarre. Ehrungen und
Auszeichnungen
Erster Preis im Regensburger
Gitarrenwettbewerb (1981)
Erster Preis im Landeswettbewerb „einfach
Schule“ (2011)
Ehrennadel in Gold der IHK (Industrie- und
Handelskammer) zu Essen (2019)
Ehrennadel in Gold des BDZ (Bund Deutscher
Zupfmusiker) (2020) |